Von Jutta Steffens-Carter, sie ist freiberufliche Journalistin und lebt in England.
e-mail: jutta@ukonline.co.uk
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Das
hört sich alles recht einfach an, aber es ist tatsächlich harte
Arbeit! Da ich die Hunde ja nicht so gut kannte und vor allem Angst hatte,
dass sich welche prügeln, habe ich auch nur die Hunde zusammen in
die Ausläufe getan, die auch zusammen wohnen.
Das
hiess natürlich, dass ich ständig unterwegs war. Die armen Kerlchen
können ja nicht ständig drinnen sein! Aber natürlich müssen
auch Ausläufe, Betten etc. täglich saubergemacht werden. Leider,
leider war das normale Futter für die Hunde vorher nicht mehr erhältlich,
so dass wir neues Futter ausprobieren mussten. Und alle Hunde hatten leichten
Durchfall. Ich glaube nicht, dass sich das jemand lebhaft vorstellen möchte
.
Jedenfalls daurte das Saubermachen ziemlich lang und ich musste täglich
ca. 3 Maschinen Wäsche waschen ausschliesslich Hundebetten!
Grumpy ist ausserdem noch inkontinent und pieselt häufig ins Haus.
Da ja auch die Welpen alles auf den Boden machen, kommt man mit dem Wischen
kaum hinterher. Den Geruch kriegt man gar nicht mehr weg! Zu allem Überfluss
hat es auch noch viel geregnet. Meine Helferin und ich waren
schon um ca. 6 Uhr total eingesaut. Border Collies (die anderen lustigerweise
gar nicht!) neigen sehr zum Anspringen. Ich weiss ja, dass man das nicht
dulden soll, aber wie setzt man sich durch, wenn die Hunde das nur tun,
um Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten zu bekommen? Ich konnte da leider
nicht widerstehen und meine Freundin auch nicht. Also sahen wir
immer aus wie durch den Matsch gezogen. Jedenfalls haben wir den ganzen
Tag in Hund gemacht. Schliesslich wollten wir, dass neben
all der Arbeit auch alle Hunde Aufmerksamkeit bekommen und vielleicht
auch ein bisschen Spiel und Training. Meine Freundin hat sich vor allem
um die Border-Welpen gekümmert (die sind aber auch unwiderstehlich!),
während ich mich um die älteren Hunde bemüht habe, vor
allem Grumpy und Otto. Ich
mag alte Hunde sowieso gern und finde es schrecklich, dass ausgerechnet
die einfach ausgesetzt oder abgegeben werden. Es fiel mir unglaublich
schwer, keinen der Hunde mitzunehmen! Aber ich habe einfach nicht genug
Platz zu Hause -und mein eigener Rüde würde Schwierigkeiten
machen, sollte ich einen weiteren Rüden mitbringen. Aber ich überlege
immer noch, ob ich nicht Higgins holen sollte. Was
wirklich toll war, ist, dass keiner der Hunde in irgendeiner Weise agressiv
gegenüber Menschen ist. Alle sind lieb und hören recht gut.
Damit hätte ich nicht gerechnet bei so vielen Hunden auf einem Haufen.
Ich weiss allerdings nicht, wie meine Freundin das alles auf die Reihe
kriegt. So ganz nebenher arbeitet sie ja noch ganztags. Ihr Freund hilft
schon mit den Hunden, aber trotzdem steht sie jeden Morgen um 5.00 h auf,
um die Hunde zu füttern und rauszulassen. Sobald sie von der Arbeit
zurück ist, sind wieder nur Hunde (und Wäsche waschen) dran.
Nie kommt sie vor Mitternacht ins Bett. Ich würde das im Leben nicht
durchhalten! Ich bin jetzt schon 3 Tage wieder bei mir Zuhause
und immer noch fix und fertig! Denn ich habe in Irland keine Nacht mehr
als 5 Stunden geschlafen, meistens nur 4 und ich halte das auf
die Dauer nicht durch! Jedenfalls
bemühe ich mich jetzt darum, dass sie wenigstens irgendeine Art Hilfe
bekommt. Vielleicht kann sie ja durch einen Futtermittelhersteller gesponsort
werden. Oder aber Leser dieses Artikels würden gern einen der Hunde
zu sich nehmen? Sie sind es wirklich wert hätte ich keinen
Hund gehabt, wäre ich mit mindestens Zweien, die sich gut verstehen,
zurückgekommen!! Wenn
jemand einen Blick auf manche der Hunde werfen möchte, Fotos und
weitere Informationen sind unter Border Collies in Not zu
finden. Border
Collies in Not: http://buerger.metropolis.de/bordercollies/page2.html.
Bei weiteren Fragen wenden sie sich bitte an: Beatrix Urban, Irland, e-mail:
uisneach@utvinternet.com |
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