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In der Geschichte der Züchtung dieser Rasse sind
folgende Daten hervorzuheben:
- 1882 - Auf einer Ausstellung in Hannover
wurde ein Weisser Schäferhund ausgestellt. Greif ist der erste dokumentierte Weisse
Schäferhund an Ausstellungen 1891 - 1894. Weisse Schäferhunde in verschiedenen Grössen
und Typen scheinen ziemlich allgemein in Deutschland zu sein. Die Phylaxgesellschaft, eine
Organisation deutscher Fanatiker, wollte verschiedene Schäferhunde Blutlinien kreuzen, um
eine bessere Rasse zu bekommen.
- 1899 - Kapitän Max von Stephanitz, der
Interesse an der Züchtung von Weissen Schäferhunden hatte, kaufte Hektor Linksrhein
(Horand von Grafrath). Durch intensive Züchtung mit diesem Hunde schaffte von Stephanitz
den Prototyp der deutschen Schäferhunderasse. Da Hektor übermässig weisse Gene in
seiner Blutlinie hatte, ist es nur natürlich, dass er sie an seine Nachkommen weitergab.
Somit ist Hektor nicht nur der Stammvater der Deutschen Schäferhunde, sondern auch im
Grunde genommen der, der weissen Schäferhunde. Von Stephanitz und Artur Meyer gründeten
den Deutschen Schäferhundeverein.
- 1912 - Ann Tracy aus New York gründete
Amerikas ersten Deutschen Schäferhundeverein. Sie importierte die besten deutschen
Zuchttiere. Weisse Welpen tauchen gleich beim ersten Wurf auf.
- 1917 - The American Kennel Club (AKC)
registriert den ersten Weissen Schäferhund aus Tracy's Zucht. Ihr Rüde Stoni Hurst
Edmond zeugt Welpen, die ins ganze Land und nach Canada gehen.
- 1920 - H.N. Hanchett of Minneapolis,
Minnesota, wurde der erste Einführer von Weissen Schäferhunden.
- 1921 - Von Stephanitz publiziert sein 776
Seiten umfassendes Buch über Deutsche Schäferhunde mit einem Foto von dem gefeierten
Weissen Schäferhund Berno von der Schneewiese, ein direkter Nachfahre von Hektor.
- 1920 - 1930 - Deutsche Schäferhunde wurden
hauptsächlich bekannt in Amerika durch den Film. Rin-Tin-Tin und Stronghaart werden
regelrechte Stars. Rin-Tin-Tin, dessen Geschichte hauptsächlich von Soldaten erzählt
wurde, die von deutschen Kriegsschauplätzen zurück kamen, wurde ein absoluter Star.
Wie auch immer, Rin-Tin-Tin war kein registrierter Deutscher Schäferhund. Welpen, die von
diesen Hunden abstammten, insbesondere die Weissen, gewannen famose Preise.
- 1947 - Das Buch "Der komplette Deutsche
Schäferhund" von Milo Denlinger mit Bildern von Weissen Schäferhunden aus
Norddeutschland wird herausgebracht.
- 1950 - Mit der Einführung des Fernsehens in
Amerika und England wurden Weisse Schäferhunde für ein grosses Publikum bekannt. Andere
Hunde gewannen grosse Gehorsamsprüfungen. Die Bedeutung dieses Hundes wurde weltbekannt.
- 1960 - Mit zunehmender Beliebtheit der
Weissen Schäferhunde kam es zu Streitigkeiten zwischen den Züchtern der Weissen
Schäferhunde und der Deutschen Schäferhunde. Genetische Probleme bei den Deutschen
Schäferhunden wurden auf den Weissen Schäferhund abgeschoben. Während dieser Zeit wurde
in Deutschland eine Kampagne gestartet, den Weissen Schäferhund zu verbieten. Liebhaber
des Weissen Schäferhundes sind verwundert, da es Weisse Schäferhundearten schon mehr als
2000 Jahre gibt. Wie konnten sie mit einem Mal so unbeliebt werden?
- 1964 - Liebhaber des Weissen Schäferhundes
in Sacramento bilden den ersten Weissen Schäferhund Club der Welt, um die Interessen
dieser Hundeart zu schützen.
- 1968 (09. April) - Der amerikanische Kennel
Club (AKC) disqualifiziert in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Schäferhundeverein (SV),
Augsburg, die Weissen Schäferhunde von der Ausstellung und verweigert die Eintragung
"Weisser Deutscher Schäfer" in das Zuchtbuch.
- 1969 - Liebhaber des Weissen Schäferhundes
in ganz Amerika sind besorgt über die Entscheidung und folgen dem Vorbild von Sacramento
und bilden den Weissen Schäferhundeclub von Amerika. Überall in Amerika entstehen neue
Clubs für den Weissen Schäferhund. Es erfolgt die Gründung des White German Dog Club of
America.
- 1970 - Das Buch "Unbesiegbare Weisse
Schäferhunde" von Dr. Peter L. Neufeld wird herausgegeben.
- 1970
Frau Agate
Burch lebte in Amerika und brachte den Weissen Schäferrüden "Lobo White Burch"
AKC Studbook Nr. 727466 in die Schweiz, als sie wieder in ihre Heimat übersiedelte. Der
Rüde war am 5. März 1966 geboren und hatte also noch ein AKC Pedigree, da diese erst
1968 von dem American Kennel Club verweigert wurden. Da die SKG als Schweizer
Geschäftsstelle der Fédération Cynologique Internationale (FCI) mit dem American Kennel
Club (AKC), der nicht Vollmitglied der FCI ist, sogenannte Anerkennungsverträge hatte,
konnte der Weisse Deutsche Schäferhund offiziell in das SKG Hundestammbuch (SKG-SHSB)
eingetragen werden unter der Nummer SHSB 185624. Solche "Anerkennungsvertäge werden
von der FCI mit anderen Verbänden "kartellmässig" abgeschlossen, um sich die
Marktlage mit dem Geschäft der Ahnentafeln zu sichern. Diese kostenpflichte Eintragung
und Umschreibung der Zuchtbuchnummer wurde von Frau Burch deshalb vorgenommen, da diese
Mitglied im Schäferhunde Club (Sektion der SKG) war und mit diesem Rüden an Prüfungen
teilnehmen wollte, was sie auch mit Erfolg tat. Für den Standard des Deutschen
Schäferhundes in der FCI zuständig ist der Schäferhunde Verein (SV), Augsburg, Mitglied
des VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen). Zum Zeitpunkt der Umschreibung war bereits
auch für den AKC und natürlich auch für FCI Landesgeschäftsstellen klargestellt, dass
der SV den Deutschen Weissen nicht anerkennt und "weiss" als eine Fehlfarbe
betrachtete. Trotzdem wurde Lobo ins SKG SHSB eingetragen. Erwähnenswert wäre dazu
vielleicht noch, dass Frau Burchs Nachbarin "Elisabeth Mach, Wilen", eine
SKG Funktionärin war, bzw. Richterin für Pudel und selbst Pudelzüchterin und
sehr gute Beziehungen zum SKG Sekretariat besass. Der damalige
"kompetente" Stammbuchführer Hans Räber in Ausübung dieses Vereinsamtes
setzte sich also einerseits vermutlich über die in der FCI geltenden internen
Regeln und Abmachungen zugunsten "dieser Rasse" hinweg. Es blieb ihm nichts
anderes übrig, als den Rüden Lobo zur Zucht zu sperren. Nachbarin Elisabeth Mach, nicht
unbedingt überall beliebt, von vielen oftmals als Hundehändlerin und Importeurin für
Pudel nun auch für Weisse Schäferhunde beschimpft, kaufte darauf 1971 Frau Burch eine
Weisse Schäferhündin aus dem Englischen Kennel Club (KC) White Lila of Blink-Bonny. Auch
diese Hündin wurde wieder in das Zuchtbuch eingetragen, die Umschreibegebühren wurden
von der SKG kassiert und die Hündin hatte nun die SKG-SHSB Nr. 303986, auch mit dem
Vermerk "zur Zucht gesperrt"! Von ihrer Nachbarin Frau Mach zum Züchten
überredet, hatte Frau Agathe Burch trotzdem regelwidrig einen Wurf Weisse
Schäferhunde, obwohl die Elterntiere von der SKG zur Zucht gesperrt ins
Hundestammbuch eingetragen wurden. Dieser Wurf fiel unter die Kompetenz des
Schäferhundeclub (SC), Sitz jeweils am Wohnort des Präsidenten; dazumal von 1964 - 1976
Herr Karl Iseli, Zürich. Der für Würfe zuständige Schäferhunde Club verweigerte zu
Recht die Eintragung dieses Wurfes in das Zuchtbuch der SKG, worauf dieser dennoch von
der SKG selbst im Register - Anhang des SKG Zuchtbuches eingetragen wurde unter dem
Zwingernamen "Shangrila's". Registerhunde nennt man auch 2.klassig und
gemassregelt. 1976 importierte Frau Burch noch die Hündin White Beauty California, die
nun kein AKC Pedigree mehr hatte, jedoch gegen gutes Geld (Gebühren) wieder ins
Anhangregister der SKG eingeschrieben wurde. Die danach fallenden Würfe von Frau Burch
wurden nun nicht mehr ins Zuchtbuch bzw. Anhangregister aufgenommen. In der Folge war
das Kapitel Weisser Schäferhund in der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG)
abgeschlossen und Frau Burch wanderte wieder nach Amerika aus.
- 1971 - Kanadische Weisse Schäferhunde
Liebhaber gründen in Ontario den Weissen Schäferhundeclub.
- 1973 - Der Club in Ontario wird der Weisse
Schäferhundeclub von Canada und übernimmt alle nationalen Pflichten in Canada.
- 1977 - Endgültige Namensänderung des
"White German Dog Club of America" in "White German Shepherd Dog Club
International (WGSDCI)". Dieser Club zählte 1990 12 Club Sektionen.
- 1980 - Der Canadische Kennel Club wird vom
Deutschen Schäferhundeclub (SV) (WUSV Mitglied) gebeten, die Weissen von der Ausstellung
zu disqualifizieren.
- 1980 - Züchter Kurt Kron, Ebikon (Schweiz),
Mitglied des Schweizerischen Rassehunde Zucht Verbandes (SRZ). Der SRZ ist einer der
verbandsoffenen und zur verbandsgeschlossenen SKG konkurrierender Verband in der Schweiz.
Angeschlossen ist dieser eingetragene Verein der Dachorganisation UCI - United Kennel
Clubs International, Sitz Wiesbaden, Deutschland. Er verzeichnet am 3. April 1980 einen
Wurf aus der Hündin Shangrila's Sweety-Girl (Burch) und einem UCI Rüden Kokes Mahalo UCI
- ZBNR 780108.
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