Was ist das? Aufklärungsarbeit ist eine Aufgabe, die jedes Mitglied selbst übernehmen kann. Wir im Vorstand und in den einen Ausschüssen haben es uns zum Hobby gemacht. Bitte verwechseln Sie dies nicht mit einer Missionarsarbeit! Unser Verein ist und bleibt konfessionslos und unpolitisch wie dies in den Statuten garantiert ist.
Zur Aufklärungsarbeit gehört zum Beispiel, unseren Club bekannt zu machen und natürlich auch den Yorkshire Terrier.
Wichtig ist, die gegen Tier sowie auch gegen Mitglied und Verein gerichteten Konzepte, aber auch den falsch oder nur schlecht informierten Personen informativ und wirksam entgegenzutreten. Dazu gehören insbesondere auch Konzepte konkurrierender Vereine, die gegen unseren Verband oder Vereine bzw. unser Mitglieder mutwillig Antipropaganda betreiben. Die Hintergründe dafür sind klar. Meistens sind dies die Mitgliedergebühren, also Geld. Häufig ermöglichen diese Einnahmen Funktionären schöne Reisen, ehrenamtlich wird dies genannt. Von bezahlten Spesen redet hier niemand. Dass bei diesen Reisen oftmals nur die besten fünf Stern Apartments gut genug sind, stimmt besonders nachdenklich, wenn zum Beispiel ein Aussteller nicht einmal mehr eine Urkunde für sein überwiesenes Ausstellungsgeld erhält!
Vergangenes Jahr (1994) ist genau in dieser Hinsicht viel gelaufen. Wir können mit Erfolg darauf zurückblicken. Wie viele vielleicht schon bemerkt haben, habe ich dieses Journal meist so mit Informationen ausgestattet, dass es Ihnen an Wissen im internationalen Verbandsgeschehen nicht mangelt.
Dies ist z.B. auch der Grund, wieso in dieser Ausgabe die Blick Artikel über die Fälschungsmöglichkeit der Ahnentafeln eingebracht wurde. Unsere Konkurrenten mögen denken, was sie wollen. Die einen von uns wussten es schon lange, wie dieses Spielchen läuft. Ein Tabu gebrochen, schreibt Blick-Journalist Marc Walder. Nun wissen alle, wie man es machen kann. So denken die einen sicher, müssen die verrückt sein, die zeigen es ja vor. Eine Frage an die Gegenseite, was ist denn mit den Deckakten von FCI Züchtern, die in einem unserer oder anderer konkurrierender Vereine Decken gehen, obwohl der Deckrüde und dessen Ahnentafel aus unseren Zuchten nicht anerkannt wird. Im besten Fall würde der Deckrüde eine Registernummer erhalten und die Ahnen dieses "Registertieres" würden jedoch in der Ahnentafel der Welpen nicht aufgeführt (leer), ganz zu schweigen von dessen Ausstellungstitel. Dies auch dann, wenn in dessen Ahnen ein verbandseigener Züchter vertreten ist, für dessen Zwingername von diesem Dachverband bereits Zwingernamen-Schutzgebühr kassiert wurde!
Was heisst nicht anerkannt, sind unsere Deckrüden alle nicht zeugungsfähig? Was steht denn auf diesen Deckscheinen, Wurfscheinen und schlussendlich in den Ahnentafeln. Ist es nicht so, dass der gewissenhafte Züchter sein züchterisches Ziel anstrebt.
Natürlich weiss er, dass er für diese Nachzucht keine Stammbäume von seinem Verband bekommt, und doch lässt er sich davon nicht abbringen. Er weiss auch, dass nur das Beste für seine Hündin gut genug ist, aber die Statuten, die ihm das verbieten in dem Fall ein Luxus sind, den er sich für seine Zucht nicht leisten kann. Hier helfen keine Vereinszuchtwarte, die ihm vorschreiben wo er zu decken hat, bzw. welcher Deckrüdenbesitzer Deckgeld erzielen darf (kommt einer Enteignung gleich). Der Züchter braucht die schöpferische Freiheit und das Selbstbestimmungsrecht. Insbesondere erfahrene Züchter oder aber auch Aussteller wissen oftmals am besten, welches der beste Zuchtpartner sein könnte. Die Individualität des Geschmacks darf hier nicht einem Monopol geopfert werden. Bei solchen Bestimmungen wird dem Züchter nichts anderes übrig bleiben, als bei den Angaben des Vaters zu schummeln.
Betrachten wir uns eine solche Vorschrift doch einmal realistisch. Dem verbandseigenen Züchter wird verboten (Bevormundung), bei einem konkurrierenden Hundeverband einen Deckakt mit seiner Hündin durchzuführen. Begründet wird dies vom Dachverband / Landesverband mit der Regelung in den FCI Statuten, die klar vorschreiben, dass nur mit anerkannten Tieren gezüchtet werden darf. Obwohl man so ziemlich der einzige Verband ist, der andere Verbände nicht anerkennt, behauptet man, die anderen sind nicht anerkannt!
Paradox? Zum einen ganz sicher. Wohin führt das? Ist es nicht so, dass solche unsinnigen Vorschriften die Vereinsmitglieder zur Unehrlichkeit (kynologische Kriminalität) zwingen bzw. fördern? Tatsache ist doch die, dass kaum ein Züchter unseres Verbandes das Deckgeld nicht noch einmal in Empfang nimmt. Er wird also schweigen, denn die Höhe des Deckpreises war sicher zufriedenstellend.
Die Welpen werden also fallen, und die Papiere stimmen eben nicht. Vielleicht äusserte Frau Walliser vom Zuchtausschuss der SKG genau deshalb die Meinung, vermutlich 10% - 20% der Ahnentafeln vor allem väterlicherseits stimmen nicht. Oder denkt sie vielleicht, 10% ihrer Züchter seien Idioten, die nicht wissen welchen Hund sie zum Decken genommen haben und die restliche Anzahl Züchter überlässt es sowieso dem Zufall. Hundeimporteure schliesst sie sowieso aus, Hundehandel gibt es nicht! Vielleicht mag es sogar noch welche geben, die ihre eigenen Hunde nicht kennen. Angenommen aber, sie kaufen einen Billighund im Osten (der grösste russische Hundeverband mit ca. 200 - 300.000 Eintragungen pro Jahr soll demnächst auch in den Dachverband der FCI aufgenommen werden), wird dieser Import-Hund, ohne zuvor gesehen zu werden, gegen Gebühr (um die es letztlich gehen mag) im Stammbuch der SKG auf den in der Schweiz wohnhaften Besitzer umgeändert. Und wer hat sich überhaupt überzeugt davon, dass es dieser Hund derjenige auf der Ahnentafel ist? Mit der Asylpolitik ist dies schon nicht mehr vergleichbar. Nein, nein also so nicht.
Könnte nicht viel eher zutreffen, dass dieser Verband mit allen Mitteln versucht, seinen eigenen mündigen Züchtern den Kontakt zu verbandsfremden Züchtern zu untersagen bzw. zu verunmöglichen? Könnte es nicht so sein, dass man im Vorstand unseres Konkurrenzverbandes mit der Angst bangt, der Züchter könnte es sich anders überlegen und den Verein wechseln. Nein dazu besteht doch kein Anlass, die anderen sind doch "nicht Anerkannte", Wilde, Dissidente, so tönt es doch. Der Schweizerische Yorkshire Terrier Club sowie auch noch ein anderer Verband sind zwar eidgenössisch bewilligt und deshalb auch eingetragene Vereine, doch die Legislative in unserem Staat hat sich eben getäuscht, das Gesetz ist unser Konkurrenzverband. Nein ehrlich, ich musste mir eben einmal an den Kopf greifen. Wo kann ein Verein das wohl her haben, sich über den Staat zu stellen und andere von unserer Eidgenossenschaft anerkannten Verbände / Vereine als Wilde und Dissidente zu bezeichnen.
Nehmen wir nun einmal an, es entschliesst sich jemand mit seiner
Hündin für einen Wurf. Der Yorkshire Terrier gehört
zu den Zwerghunden und da sich auch bereits Züchter aus anderen
Kleinhunderassen in unserem Verein angesiedelt haben, habe ich
eine Vergleichskostenrechnung angefertigt. Darin sind natürlich
Porto, Arbeit, Kilometergeld oder z.B. Futterkosten nicht aufgeführt.
Es gibt zum Beispiel Züchter, die nach jedem gefallenen Wurf
den Tierarzt kontrollmässig aufsuchen, andere wieder nicht.
Unten aufgeführter Kostenvergleich soll sich vor allem auf
den Verein beziehen, damit die unterschiedlichen z.T. fragwürdigen
Differenzen näher unter die Lupe genommen werden können.
| Wurfkosten für 6 Welpen | SYC Zwerghundezüchter | 6 Welpen | SKG Zwerghundezüchter | 6 Welpen |
| Zuchttauglichkeit (Ausstellung /Ankörung) | Ausstellung od. Ankörung
Fr.. 60.-- od. Fr. 80.-- | Fr. 60.-- | Neu obligatorische Körung min. Fr. 50.-- bis 120.-- | Fr. 50.-- |
| Mitgliedsbeitrag | Fr.. 65.-- (aktiv) | Fr. 65.-- | ca. Fr. 65.-- | ca. 65.-- |
| Zwingernamenschutz | Fr. 60.-- | Fr. 60.-- | Mitglied min. Fr. 300.-- Nichtmitglied Fr. 600.- | Fr. 300.-- |
| Deckakt | Nicht Ch. / Champion
Fr. 100.- bis ca. Fr. 500.-- | Fr. 500.-- | ca. Fr. 500.-- bis Fr. 1000.- | Fr. 700.-- |
| Deckschein | Fr. 1.-- | Fr. 1.-- | ca. Fr. 3.-- | Fr. 3.-- |
| Wurfmeldeschein | Fr. 1.-- | Fr. 1.-- | ca. Fr. 3.--. | Fr. 3.-- |
| Ahnentafel (AT) | Fr. 20.-- (Ahnenpass mit AT ) | Fr. 120 | 3 Gen. / 4 Generationen Fr. 25.-- / Fr. 40.-- | Fr. 150.-- |
| AT Nachnahmeversand | Nein | . | Ja | . |
| Wurfeintrag ins
Vereins Stammbuch | Gebührenfrei | . | Fr. 50.-- | Fr. 50.-- |
| Jährlicher Bezug des Stammbuches | Nicht Obligat Fr. 20.-- | . | Obligatorisch Fr. 40.-- | Fr. 40.-- |
| Entwurmungen | Fr. 30.-- | Fr. 30.-- | Fr. 30.-- | Fr. 30.-- |
| Güte Zeichen f. Züchter | Keine Zweiklassengesellschaft | . | Goldenes Gütezeichen wird verkauft. Falls Nachkontrolle nötig, ca. Fr. 150.-- dazu. | Fr. 50.-- |
| Kontrollierte Zucht | Grössere Zucht mit kantonalem Veterinäramt obligat ca. Fr. 220.-- | . | Vereinseigene Kontrollen
ca. Fr. 100.-- | Fr. 100.-- |
| Impfungen | Im Alter von ca. 10 Wochen ca. Fr. 70.-- | Fr. 420.-- | ca. Fr. 70.--. Wenn Impfung bereits mit 8 Wochen vorgeschrieben ist, das doppelte, da Welpen oftmals nicht sofort verkauft werden können. | Fr. 420.-- |
| Tierärztliche Bescheinigung auf Wurfmeldeschein | Ja, wird meist bei der Impfung erledigt, ohne Bescheinigung des Tierarztes keine Ahnentafeln | . | Nicht nötig, bei einigen Clubs vereinseigene Kontrolle (Yorkie noch nicht) Verschieden nach Rassespezialclub | . |
| Tätowierungskosten | Tätowierpflicht, Züchter tätowiert Tätozange plus Sätze ca. Fr. 140.-- Beim 1.x hilft Züchterkollege | . | Freiwillige Tätowierung, ab 1.1.95 soll Tätowierung für Zuchttiere obligat werden | ca.
Fr. 70.-- |
| Röntgen Patella | Alle Tiere bis heute sauber Zuchtmaterial überschaubar | . | Ab 1.1.95 obligatorisch für Zuchthunde. Je nach Arzt ca. Fr. 90.-- | Fr. 540.-- |
| Mikrochip Einpflanzung | Nein - Fremdkörper im Hund und kein abzogen der Züchter | . | Zukünftiges Obligat in Diskussion. Je nach Lage ca. Fr. 65.-- bis Fr. 90.-- | Fr. 500.-- |
| Zwingerbuch | Kein Obligat, auch auf PC möglich | . | Obligatorisch Fr. 10.-- | Fr. 10.-- |
| Besitztumsumänderung beim Stammbuchsekr. | . | . | Obligate Registratur des Zuchttieres vom Züchter auf Käufer bei der SKG Fr. 10.-- | Fr. 10.-- |
| Diverse Gebühren,
Nachnahmekosten | Züchter, Porto beim Absenden | Fr. 4.-- | Nachnahme für Stammbäume, Gebühren, Änderungen, Portos, Service etc. | ca.
Fr. 40 |
Total (symbolisch) | ![]() ![]() | . | ![]() ![]() | . |
Es stellt sich die Frage, warum dieser enorme Unterschied?
Zuerst kommen wir auf den bekannten anatomischen Defekt Kniescheibenluxationen (Patella). Dieses Leiden kann auch bei ganz gesunden Tieren vererbt werden, jedoch sehr viel seltener. Darum steht in dieser Statistik unser Club einmalig da. Dazu kommt, dass ich bis heute alle Zuchttiere bzw. die Yorkshire Terrier kenne, auch jene die nicht aus unserem Blut stammen. Jeder normale Züchter müsste hier selbst auf die Idee kommen, dass es einfach absolut sinnlos ist, mit solchen Tieren, oder mit Tieren, die dies häufiger vererben, weiter zu züchten. In der Tat, hier haben wir bis heute zuverlässige Züchter. Dennoch möchte ich Ihnen hier ein passendes Beispiel schildern, das Herz und Vernunft wie auch Verantwortungsbewusstsein gegenüber sich selbst und anderen, wie auch dem Tier und der Ideologie dogmatisch erklärt.
Unsere Züchterin Frau Hubacher, die einen kennen sie auch vom Clubhöck, andere kennen sie von der DRS Sendung "Kassensturz", als sie im Namen unseres Clubs dort erschien, im Kampf gegen den Luzerner Hundehändler Steiner. Übrigens, die Prozesse sind bis heute hängig! Man kontaktierte diese Züchterin telefonisch. Eine Dame, die sich als Anwältin ausgab, bot ihr eine angeblich bildschöne Hündin zur Zucht an, diese müsse sie aus gesundheitlichen Gründen wegen eines bevorstehenden Spitalaufenthaltes verkaufen, jedoch nicht in Züchterkreise der SKG, sie hätte auch das Mandat als Rechtsausschuss-Mitarbeiterin in diesem Verein abgelehnt. Die Hündin jung, aber doch schon fast im zuchtfähigen Alter. Die interessierte Frau Hubacher wollte sich die Hündin ansehen und versuchte einen Termin bei sich Zuhause zu verabreden. Dieser kam jedoch noch nicht zustande.
Sogleich informierte mich Frau Hubacher und ich bat sie, mir eine Stammbaumkopie dieses so schönen, nie an einer Ausstellung teilgenommenen Hundes, zu senden. So wie man ihr erklärte, soll es eine Import Hündin aus Deutschland sein. Nun gut, es kam zu einem erneuten Termin, der wieder nicht stattfand. Nach fast vier Monaten war es dann soweit. Die Hündin wurde gezeigt, gekauft (teuer), die Ahnentafel stammte aus einer mir sehr bekannten Linie, betreffend diesem deutschen Züchter rechtshilfesuchende Schreiben (sogar schon von Wien) wegen Krüppelzüchtungen an unser Sekretariat gelangten. Von diesem Züchter hört man in jüngster Zeit nicht mehr viel. Von seinen gezogenen Hunden jedoch um so mehr. Zudem handelte es sich nicht mehr um eine in Deutschland gezüchtete Hündin, nein diese hatte nun SKG Papiere und wurde demnach im Thurgau gezüchtet.
Verkauft wurde sie von einer Pedigree® Pal® Top Club Züchterin,
damals im Raum Basel wohnhaft!
Pedigree® Pal® einget. Warenzeichen Mars
Corp., USA
Ich hatte mich gleich zu Beginn der Geschichte geäussert, warum ist die Hündin nicht ausgestellt, wenn sie so schön und gut ist. Man kennt doch den Ehrgeiz der Züchter. Nach sechs Monaten hat unsere Züchterin die Hündin in eine Familie die nicht züchtet abgegeben. Sie wäre eben läufig gewesen, doch war sie abgeklärt genug, stellte sich doch heraus, die Hündin hatte auf einem Bein Kniescheibenluxation und die Verkäuferin war gar keine Anwältin! Das sind Züchter für die Zukunft unseres Vereines, hätte sie die Hündin doch gedeckt, wüsste sie spätestens heute, dass sie sich selbst betrogen hat.
So komme ich nun wieder auf die Kostenrechnung zurück. Unsere Konkurrenzzüchter werden vermutlich ab nächstem Jahr alle in die Zucht kommenden Yorkies gegen Patella röntgen und dies mit einem ärztlichen Zeugnis bestätigen müssen. Ob jedoch tatsächlich dann auch der richtige Hund auf dem Tisch liegt, kann aber trotzdem nicht 100% garantiert werden. Fazit in unserer Rechnung: ca. Fr. 80.-- zu obiger Rechnung dazu. Und wenn wir schon bei "Garantien" sind, vielleicht sahen sie diese Inserate auch schon, "wir bieten die höchste Sicherheit", obwohl dazumal die Yorkies weder eine Ausstellung noch eine Zuchttauglichkeit, Tätowiernummer etc. brauchten, dass man dies schlichtweg als unlauterer Wettbewerb bzw. betrügerische Täuschung zur organisierten Rassehundevermittlung (Handel) ansehen kann.
Zweitens komme ich nun zur Implantation des Mikrochips bei Rassehunden.
Ab sofort kann mit dem Einpflanzen von "Mikrochips"
begonnen werden, konterte die SKG Sprecherin Walliser zwei Tage
nach dem Blick Artikel "Stammbäume gefälscht".
Diese Dinger sind ca. 4 mm lang und 1 mm dick. Sie können
nur mit einem speziellen Lesegerät (ca. Fr. 700.--) gelesen
werden oder On Line auf dem PC. Beim kleinen Yorkie empfiehlt
es sich nicht, den Mikrochip im säugenden Welpenalter einzusetzen.
Diese Fremdkörper werden mit einer Spritze in der Halsgegend
plaziert. Sie schliessen aber wiederum die von Blick aufgezeigte
Ost-West Mafia Betrügerei mit dem Unterschieben von billigen
meist minderwertigen Importwelpen nicht aus. Zudem würde
wohl die vorteilhaftere und billigere Tätowierung wegfallen.
Man muss realistisch bleiben. Wer betrügen will, der wird
es auf irgend eine Art immer tun können. Hier helfen keine
vorsichtsanmassenden Verteuerungen durch den Verein.
Eine Implantation des Mikrochips käme nämlich nicht nur auf Fr. 60.-- zu stehen, wie dies Blick mitgeteilt wurde. Je nach Agglomeration differieren die Kosten der Tierärzte und ein Durchschnitt von ca. Fr. 75.-- wäre eher zutreffend.
Die Registrierung des Mikrochip Kennzeichens
(ein zukünftiges Geschäft?) findet statt bei der Datenbank
der Aktiengesellschaft "Anis Animal Identity Service AG"
durch den Tierarzt.
Der Mikrochip war schon vor 6 Jahren im Gespräch, fand aber keinen reissenden Absatz. Ich selbst habe mich damit befasst und kam zum Schluss, wird ein Hund gestohlen, ist eine Tätowiernummer zur Auffindung des Tieres bedeutend mehr Wert, weil diese für "Jedermann" ersichtlich ist. Bei einem Inserat in einer Tierzeitschrift mit Bekanntgabe der Tätowiernr. verbunden mit einem hohem Finderlohn, kann sich Jedermann auf die Suche machen, die Chancen sind so weit höher!
In jüngster Zeit sind die Mikrochips wieder ins Gespräch gekommen. Der Vorstand dieser Aktiengesellschaft setzt sich unter anderem aus dem Vizepräsidenten des Schweizer Tierschutz STS, Basel, und anderen "Persönlichkeiten" zusammen.
Kurz vor Redaktionsschluss wurden wir benachrichtigt, dass obiger Vizepräsident eine Liegenschaft in der Höhe von ca. Fr. 500'000.-- für den Tierschutzverein gekauft haben soll. So soll es im Schweizer Beobachter und anderen Tageszeitungen veröffentlicht worden sein.
Für diese Liegenschaft inmitten eines Thurgauer Dorfes, auf der ein Tierheim gebaut werden sollte, war jedoch keine Baubewilligung vorhanden! Seit der GV Ende November ist dieser Vizepräsident jedoch nicht mehr aktiv.

Des weiteren im Verwaltungsrat dieser Anis Animal Identity Service
AG sitzt kein anderer als SKG und FCI-Dachverbandspräsident Müller.
Der Sitz der AG ist übrigens in Winterthur bei SKG Rechtsanwalt
und Rechtsauschusspräsident Ch. Model. Gibt es noch ein Argument,
wieso diese dem Züchter entstehenden hohen Wurfausgaben nicht
demnächst obligatorisch verordnet werden müssen? Man
darf gespannt sein, wie lange die Chip-Registrierung in der Höhe
von Fr. 10.-- die Kosten des Verwaltungsrats decken. Man weiss
doch, schlussendlich wird alles abgewälzt auf den letzten,
und dieser ist dann wirklich "der Letzte".