| Sie sollten wissen, Funktionäre der Fédération Cynologique Internationale (FCI) sind Leute von Welt, denn immer schon hatten sie eine Vorliebe für ferne Länder. Vielgereist und in kynologischen Sachfragen kompetent, traf man sich auch dieses Jahr wieder zur jährlichen Wahl des Vorstandes der Fédération Cynologique Internationale. Diesmal sollte es Puerto Rico sein. Die Insel in der Karibik mit ihrem milden und angenehmen Klima war genau der richtige Ort, um sich vor der folgenden Welthundeausstellung etwas auszuruhen und all die Sorgen von Zuhause zu vergessen. Das ganze Jahr die aufständischen Ungläubigen in den eigenen Reihen des Vereins die nur stressen. Des weiteren wollte man wohl auch die Richterfunktionäre etwas beschwichtigen und diesen auch mal eine kleine Reise gönnen. Wäre doch noch schöner, wenn die eigenen Funktionäre auch noch "Megastress" machen würden und diese mit einem schönen Aufenthalt in der Karibik nicht beruhigt werden könnten.
So also reiste auch der FCI Präsident Hans W. Müller mit dem selbst ernannten neuen SKG Präsidenten bzw. Nachfolger François Otth in die warme Karibik. Dass eine Feststellungsklage gegen Otth in der Schweiz hängig ist bzw. läuft, die klären soll, ob er gegen den Willen der Delegierten an der SKG Generalversammlung 1997 Präsident bleibt, blieb ungeachtet. Man bestärkte sich selbst mit einem eigenen juristischen Gutachten (das übrigens jeder machen lassen kann) und das natürlich für Herrn François Otth spricht und setzte sich somit kurzerhand unbemerkt dessen über die eidgenössische Exekutive hinweg.
Es versteht sich von selbst, dass keiner der FCI Landesgeschäftsstellen bzw. Landespräsidenten etwas von den Vorgängen in der Schweiz gewusst haben will. So wurde Otth als neuer Präsident der SKG in der FCI Sitzung vorgestellt und unbeschadet dessen, im Gegenzug, schlug Otth die Wiederwahl Müllers als FCI Verbandspräsident vor. Wie auch immer, Hans W. Müller blieb FCI Präsident, Vizepräsident blieb Müllers Freund Karl Reisinger (Präsident Österreichischer Kynologen Verband - ÖKV) und als Stellvertretender Vizepräsident wurde der dritte deutschsprachige "Saufkumpan" Uwe Fischer (VDH Präsident) gewählt. So bleibt die Führung der FCI dem deutschen Sprachraum erhalten. Bestärkt durch die kartellmässige und unsittliche aber schon fast zur Wahrheit mutierende Lüge der sich selbst "einzig international Anerkannten" nennenden Kynologen wollte man im gleichen Impetus auch die wahre imperiale Grösse der FCI demonstrieren. Die Welthundeausstellung 1997 in Puerto Rico, nahe des Süd- und Nordamerikanischen Kontinenten. Erreichbar in wenigen Stunden auch für die integeren europäischen Kontinentler. Es wurden viele kompetente Richter(innen) geladen und weit hergeholt aus der ganzen Welt (natülich keine aus der EHU), nicht gefehlt auch FCI Präsident Hans W. Müller, es heisst er sei Richter ohne Richteranwartschaften. Vor den Toren des American Kennel Club (AKC), weltweit grösster Hundeverband mit jährlich über 1 Mio. Stammbuch Eintragungen, aber nicht Mitglied der FCI konnte man mit vielen Ausstellern rechnen. So konnte man während den Ausstellungstagen die Resultate durch den AKC Internet Berichterstatter Infodog.com mitverfolgen. Auf deren Web-Seiten findet man alle Ausstellungen, Termine sowie Resultate des AKC sogar auf Monate zurück. Wir waren überrascht, bei den Yorkies wurden nur 16 Hunde ausgestellt! Viele Rassen fehlten und bei einigen Hunderassen brauchten die FCI-Richter den Swimmingpool im Hotel erst gar nicht zu verlassen, da die hohe Anzahl der absenten Aussteller gar keine Ringbeurteilung zuliess! Insgesamt waren nur knapp 1100 Hunde gemeldet, abzüglich der abwesenden Hunde "vielleicht" knappe 700 Hunde. |