Die Spreu vom Weizen trennen ...

Als Autor und Eigentümer dieser Webpage wurde ich von verschiedensten Seiten gebeten, zu diesem Thema mit einer Liste der Hundehändler ausführlicher Stellung zu nehmen und zukünftige Hundebesitzer vor Hundehändlern zu warnen.

Nicht nur die Medien warnen zu Recht davor, auch Tierschutzorganisationen weisen auf die fatalen Zustände in diesem verabscheuungswürdigen Geschäft hin. Der Käufer hat beim Hundehändler überhaupt keine Möglichkeit, sich zu überzeugen wie solche Import-Hunde aufwachsen und sich so ein umfassendes Bild und eine eigene Meinung zu bilden.

Hundehandel in der Schweiz ...
Hundehandel mit kantonaler (Kanton = Bundesland) Bewilligung ist aus juristischer Sicht jedoch als legal anzusehen:

  1. Der Kanton erteilt die Bewilligung aufgrund der erfüllten Anforderungen an den Händler. Der Hundehändler steht unter der Aufsicht des zuständigen Kantonalen Veterinäramtes. Es gibt übrigens auch seriöse Vereine, die bereits auf der Basis von Veterinären abstellen.
  2. Eine Nichterteilung einer solchen Bewilligung dürfte mit Sicherheit gegen die Handelsfreiheit sowie auch gegen internationale Handelsabkommen der freien Wirtschaft verstossen (GATT Abkommen).

Bund und Kantone haben aber keine Kontrolle und keinen Einfluss auf ausländische Exporteure (Tierfabriken bis zu 400 Hunden):

  1. Grösstenteils nicht tiergerechte Aufzuchten, die in vielen Fällen nicht dem Mindestmass der in der Schweiz gesetzlich vorgeschriebenen Haltungsfläche entsprechen.
  2. In den meisten Fällen werden die Welpen zudem viel zu jung vom Muttertier weggerissen, um sie dem "Markt" zuzuführen. Meistens haben solche Welpen die wichtige Prägungsphase nicht durchlebt.

Viele Importhunde sind weit entfernt vom Rassestandard, also dem Idealbild dieser Rasse.

Die Gesundheit bei vielen solchen "Exporthunden" ist mehr als bedenklich. Die Tiere sind zudem oftmals total erschöpft durch den langen Transport, meistens in engen Behältern, zu jung und ohne Betreuung.

In vielen Massenfabriken werden die Welpen mit billigsten Mitteln aufgezogen. Es wird an allen Ecken und Enden gespart:

  • Entwurmen und tierärztliche Betreuung
  • Impfungen
  • Hundefutter (z.B. Schweinefutter in Hundezuchten in der Schweiz nicht erlaubt)
  • In engsten Räumen aufgezogen (ohne Bewegung) teilweise auch ohne Licht und ohne Betreuung (Aufs Leben vorbereiten, spielen ect...)
  • Der Phantasie der "ökonomischen" Einsparungen gewisser Hundehändler / Zuchten sind kaum Grenzen gesetzt, verbunden mit grausamen Leid für die Tiere.

Sie stimmen mir sicher zu, wenn wir hier gemeinsam festhalten:
Wer Welpen aus Zuchten solcher Import-Hundehändler kauft, fördert dieses Drecksgeschäft und ermöglicht so den "Absatz der Produzenten" und macht sich bewusst oder unbewusst mitschuldig. Wo Nachfrage ist, wird produziert; wo keine Nachfrage ist, kann nämlich gar nicht produziert werden!

Wir halten fest, nicht nur der Hundehändler welcher aus Gewinnsucht Tiere importiert und verkauft - NEIN - auch der Hundekäufer macht sich mitschuldig am grausamen Leid vieler Muttertiere und Welpen!

Meistens werden solche Welpen billig angeboten, finden schnell ihre Käufer und der frei gewordene Platz wird sofort wieder aufgefüllt! Kein Wunder, werden Welpen bereits schon auf Autobahnraststätten, Shoppings, Touristenplätze, Campingplätzen aber auch per Email, Briefkasten und Fax-Werbung angeboten, teilweise auch mit Hauslieferung. Es muss gewarnt werden. Tierschutzvereine in Österreich stellen vermehrt fest, dass solche Welpen aus Osteuropa von Banden illegal eingeführt und von Haustüre zu Haustüre angeboten werden. Die nicht verkauften Welpen werden totgeschlagen oder gar lebend in Kontainer geworfen, die Rückführung der Schmuggelware ist ein Risiko und lohnt sich nicht.

Mehr als 95% aller Importhunde sind sogenannte Papierhunde.
Obwohl es verschiedene Hundeverbände in Europa gibt, z.B. die Europäische Hundesport Union (EHU), oder die United Kennel Clubs International (UCI) werden die Importhunde mit Papieren ausschliesslich fast nur mit Fédération Cynologique Internationale (FCI) oder mit FCI anerkannten Ahnentafeln gehandelt!

FCI Dachverband verdient mit ...
Solche Importhunde bringen den FCI Landesgeschäftsstellen vermehrte Einnahmen, indem diese gegen "Gebühr" ins Zuchtbuch eingetragen werden. Gleichzeitig bringen sie dem exportierenden Verband ebenfalls "erhöhte Einnahmen", indem dieser ein spezielles "EXPORT" Pedigree ausstellt. Der technische Wert der "Export Ahnentafel" unterscheidet sich nur durch das Wort "Export"! Satte Gewinne, mit einer ganz faulen Masche!

Dunkle Gestalten ...
Somit ist klargestellt, es sind die Vorsitzenden, Funktionäre und die dunklen Züchter-Kreaturen der FCI und deren Landegeschäftsstellen, die den Hundehandel bewusst fördern, nicht nur die (in)offiziellen Hundehändler.
Tierwelt - Inserat einer Hundehändlerin ...Das Nachsehen haben aber nicht nur die erbarmunglos ausgebeuteten Hunde oder die häufig gesundheitlich stark beeinträchtigten Welpen, sondern auch die eigenen ehrlichen Verbandszüchter, welche gutgläubig oftmals mit viel Liebe, hohem Aufwand und Unkosten ihre Hundezucht betreiben und die Welpen teilweise dem Preisniveau der Hundehändler-Fabriken in Billiglohnländern anpassen und nicht kostendeckend abgeben müssen!

Hundehändler tarnen sich geschickt!
Hier ein warnendes Beispiel, wo sich eine Importeurin mit einem in Vereinen üblichen Zuchtnamen tarnt, um vertrauenswürdig zu wirken. Wieso schreibt sie nicht gleich: "Seriöse Hundehändlerin hat importierte West Highland White Terrier, Yorkshire Terrier und Jack Russel Terrier aus England mit FCI/SKG akzeptierten Kennel Club (KC) Papieren abzugeben?"

Diskriminierung der Bürger im eigenen Land ...
Geradezu bezeichnend die Tatsache, dass Importhunde aus Tierfabriken bzw. Hundehändlern von der FCI bzw. der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG) zu Zucht, Sport und Ausstellung ohne Einschränkung akzeptiert werden, aber Hunde und Besitzer mit Papieren aus anderen Schweizer bzw. Europäischen Hundeverbänden partout nicht akzeptiert sind, obwohl diese z.T. im tierschützerischen Gedanken um Jahrzehnte voraus sind.

Dass man sich dabei auf Vorschriften des Dachverbandes FCI und deren Kartell ähnlichen Verträge zwischen anderen "Monopol" anstrebenden Hundeorganisationen abstützt, entschuldigt diesen jahrelang voranschreitenden Missstand in keiner Art und Weise! Und das ein Schweizer seit bald 15 Jahren FCI-Präsident ist und auch von der SKG war, will hier nur am Rande erwähnt sein.

Liste ausbauen:
Ist Ihnen ein Hundehändler bekannt, scheuen Sie sich nicht, wir bauen diese Seite als Liste weiter aus. Es liegt an Ihnen. Kontaktaufnahme per Email.

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