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Deutsch Drahthaar

Deutsch Drahthaar

Herkunftsland

Deutschland

Allgemeines Erscheinungsbild

Vorstehhund von edler Erscheinung, mit harter, die Haut vollkommen schützender Behaarung, mit aufmerksamem und energischem Ausdruck. Deutsch Drathhaar Welpe …Seine Bewegungen sollen kraftvoll, raumgreifend, flüssig und harmonisch sein.

Wesen

Der deutsch Drahthaar hat ein lebhaftes, willensstarkes aber nie eigensinniges Wesen. Er ist leicht auszubilden und seine Freude zum Apportieren scheint eine angeborene Veranlagung zu sein. Er steht seinen englischen Rivalen höchstens in der Schnelligkeit nach, gleicht dies aber wieder durch sehr ausdauerndes Suchen oder Apportieren von Beute wieder aus, insbesondere wenn diese in schwer zugängliches strauchiges Gelände gefallen ist, wo er durch sein Fell im Dickicht ausgezeichnet geschützt ist. Gegenüber seinem Herrn zeigt er eine grenzenlose Zuneigung. Bei anderen Familienmitgliedern ist er eher schon reservierter, und Fremde ignoriert er sogar teils völlig. Fremde betrachtet er eher argwöhnisch, als ob er eine negative Reaktion befürchtet.

Kurzer geschichtlicher Überblick:

Der Deutsch – Drahthaar ist ein rauhhaariger Vorstehhund, der nach züchterischen Anfängen Ende des 19. Jahrhunderts (Griffon Korthals) auf der Grundlage der Ideen von „Hegewald“ (Sigismund Freiherr von Zedlitz und Neukirch) seit der Jahrhundertwende mit dem ausdrücklich erklärten Ziel gezüchtet wurde, einen wesensfesten und leistungsfähigen, drahthaarigen deutschen Jagdgebrauchshund zu schaffen. Nach dem Prinzip „durch Leistung zum Typ“ und bei konsequenter Beachtung der züchterischen Freiheit ist aus dem besten Material der Rauhhaarschläge (Pudelpointer, Griffon Korthals, Deutsch Stichelhaar) unter Zuführung von Deutsch Kurzhaar in kurzer Zeit ein Jagdgebrauchshund entstanden, der sich durch praktische, wetterfeste Behaarung und Vielseitigkeit auf allen Gebieten der Jagdpraxis auszeichnet. Durch diese Eigenschaften ist der Deutsch – Drahtaar in wenigen Jahrzehnten zum beliebtesten und bewährtesten der grossen Jagdgebrauchshunde in Deutschland und in vielen Ländern der Welt geworden.

Massverhältnisse: Rumpflänge und Schulterhöhe sollen möglichst gleich sein. Die Rumpflänge kann die Schulterhöhe bis zu 3 cm überschreiten.

Wesen: Fest, beherrscht, ausgeglichen, ohne Wildscheue, weder scheu noch aggressiv.

Kopf: Der Körpergrösse und dem Geschlecht entsprechend. Kopflinien leicht divergierend (auseinandergehend).

Oberkopf: Flacher, nur an den Seiten leicht gerundeter Schädel, mässig breit, deutlich ausgebildete Augenbrauenbögen.

Stop: Deutlich erkennbar ausgeprägt.

Nase: Der Haarfarbe entsprechend kräftig pigmentiert. Gut geöffnete Nasenlöcher.

Fang: Langer, breiter, kräftiger, tiefer Fang. Leichte Ramsnase.

Lefzen: Dicke, anliegende und nicht überhängende Lefzen. Gute, der Haarfarbe entsprechende Pigmentierung.

Kiefer/Gebiss/Zähne: Grosse Zähne. Kräftige Kiefer mit einem perfekten, regelmässigen und vollständigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen. Mit 42 Zähnen gemäss der Zahnformel.

Augen: Möglichst dunkel, weder zu tief gebettet noch hervortretend, mit lebhaftem, wachem Ausdruck. Am Augapfel anliegende, gut pigmentierte Lidränder.

Behang: Mittelgross, hoch und breit angesetzt und nicht gedreht.

Hals: Mittellang, kräftig bemuskelt, leicht geschwungene Nackenlinie, trockene Halslinie.

Obere Linie: Gerade und leicht abfallend.

Widerrist: Ausgeprägt.

Rücken: Fest, gut bemuskelt.

Lenden: Kurze, breite, muskulöse Lendenpartie, breites Becken.

Kruppe: Lang und breit, leicht abfallend und gut bemuskelt.

Brust: Breit und tief mit ausgeprägter Vorbrust und möglichst weit nach hinten reichendem Brustbein. Rippen gut gewölbt.

Untere Linie: In einem eleganten Bogen leicht aufgezogen nach hinten verlaufend, trocken.

Rute: Der Linie des Rückens folgend, möglichst horizontal oder leicht nach oben gerichtet getragen, nicht steil, weder zu dick noch dünn. Für den Jagdgebrauch zweckmässig gekürzt. (In Ländern, in denen der Gesetzgeber ein Rutenkupierverbot erlassen hat, kann die Rute naturbelassen bleiben. Sie sollte bis zum Sprunggelenk reichen und gerade bzw. leicht säbelförmig getragen werden).

Vorderhand – Allgemeines: Von vorne betrachtet gerade und parallel, von der Seite betrachtet gut unter dem Körper stehende Läufe. Der Abstand vom Boden bis zu den Ellenbogen sollte etwa gleich dem von den Ellenbogen bis zum Widerrist sein.

Schultern: Gut schräg und nach hinten liegendes Schulterblatt, kräftig bemuskelt. Gute Winkelung von Schulterblatt und Oberarm.

Oberarm: Möglichst lang, gut und trocken bemuskelt

Ellenbogen: Am Körper anliegend, weder einwärts noch auswärts gedreht. Gute Winkelung von Oberarm und Unterarm.

Unterarm: Trocken und senkrecht stehend, kräftige Knochen

Vorderfusswurzelgelenk: Kräftig.

Vordermittelfuss: Gering nach vorne gerichtet.

Vorderpfoten: Ovalrund mit gut geschlossenen Zehen und genügend dicken, derben, widerstandsfähigen und gut pigmentierten Ballen. Sie fussen parallel, im Stand und in der Bewegung weder ein- noch auswärtsgerichtet.

Hinterhand – Allgemeines: Von hinten betrachtet gerade und parallel. Gute Winkelungen in Knie- und Sprunggelenken. Kräftige Knochen.

Oberschenkel: Lang, breit und muskulös, gute Winkelung von Becken und Oberschenkel.

Knie: Kräftig, mit guter Winkelung von Ober- und Unterschenkel.

Unterschenkel: Lang, muskulös und sehnig.

Sprunggelenk: Kräftig.

Hintermittelfuss: Kurz, senkrecht stehend.

Hinterpfoten: Ovalrund mit gut geschlossenen Zehen und genügend dicken, derben, widerstandsfähigen und gut pigmentierten Ballen. Sie fussen parallel im Stand und in der Bewegung, weder ein- noch auswärts gerichtet.

Gangwerk: Weit ausgreifend, guter Vortritt und guter Schub, in Vorder- und Hinterhand gerade und parallel; dabei gut aufgerichtete Haltung.

Haut: Straff, anliegend, ohne Faltenbildung.

Beschaffenheit des Haares: Drahthaarig hart, anliegend und dicht. Deckhaar ca. 2 bis 4 cm lang, dichte wasserabweisende Unterwolle. Die Umrisse des Körpers dürfen durch längeres Haarkleid nicht verdeckt werden. Es soll durch Härte und Dichte möglichst guten Schutz gegen Witterungseinflüsse und Verletzungen bieten. Die unteren Partien der Läufe sowie der untere Bereich von Brust und Bauch sollen kürzer, jedoch dicht, der Kopf und Behang kürzer und zugleich dichter, jedoch nicht weicher, behaart sein. Betonte Augenbrauen und ein kräftiger, nicht zu langer, möglichst harter Bart unterstreichen den energischen Gesichtsausdruck.

Farbe: Braunschimmel, Schwarzschimmel, mit oder ohne Platten, braun mit und ohne Brustfleck. Andere Farben sind nicht zugelassen.

Grösse: WiderristhöheRüden:61 bis 68 cm, Hündinnen: 57 bis 64 cm.

Fehler: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten ist als Fehler anzusehen, dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Schwere Fehler: kurzer oder schmaler, auch spitzer Fang; schwaches Gebiss, Zangengebiss, partielle Zange; stark lose Augenlider; Senk- oder Karpfenrücken, überbaut, zu kurzes Brustbein; stark nach aussen oder nach innen gedrehte Ellenbogen; kuhhessig, O-beinig oder enghessig, sowohl im Stand wie auch in der Bewegung; Passgang, steifer oder trippelnder Gang; dünnes Haar, fehlende Unterwolle.

Ausschliessende Fehler: Wesensschwäche, Schuss- und Wildscheue, Vor- und Rückbiss, Kreuzbiss, fehlende Zähne ausser P1, Entropium, Ektropium, angeborene Knick- oder Stummelrute, Pigmentfehler, unterschiedliche Augenfarbe.

Rüden: Müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack (Skrotum) befinden.


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