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Zwergschnauzer

Zwergschnauzer

Herkunftsland

Deutschland

Erscheinungsbild

Die kleinste, aber bildlich die perfekte Riesenschnauzer Kopie. Mit seiner Widerristhöhe von 30 cm bis 35 cm fühlt er sich auch in Stadtwohnungen Zuhause. Diese Rasse gibt es in vier Farbnuancen, nämlich einfarbig Schwarz, Pfeffersalz – Schwarz, Silber und Weiss. Ein sehr kompakter Hund, wo die Höhe gleich der Körperlänge zu entsprechen hat.

Wesen

Der Zwergschnauzer ist temperamentvoll, selbstsicher und intelligent. Sie sind ausgeglichen, aufmerksam und wachsam. Er fühlt sich in seiner Rolle als Begleit- und Familienhund sehr wohl.

Zum Standard

Kopf: Der Kopf ist kräftig, gestreckt, ohne stark hervortretendes Hinterhauptbein, von den Augen bis zur Nasenspitze allmählich schmaler werdend. Der Stirnabsatz (Stop) erscheint durch die Brauen deutlich ausgeprägt, der gerade Nasenrücken verläuft parallel zur Verlängerungslinie der faltenlosen, flachen Stirn. Die Kaumuskulatur ist kräftig entwickelt, ohne daß stark ausgeprägte Backenbildung die rechteckige Kopfform (mit Bart) stört. Der Fang endet in einem mässig abgestuften Keil.

Kopflänge: Die Gesamtlänge des Kopfes (Nasenspitze bis Hinterhauptbein) soll 1:2 der Rückenlänge (Widerrist bis Rutenansatz) betragen.

Nase: Die Nasenkuppe ist voll und schwarz

Lefzen: Am Kiefer anliegend und schwarz (bei allen Farbschlägen)

Gebiss: Vollständiges Scherengebiss, gut schliessend, kräftig, rein weiss

Augen: Dunkle Augen, oval, nach vorn gerichtet, anliegende schwarz pigmentierte Lidränder

Ohren:

Unkupiertes Ohr: Hoch angesetzt, V-förmig mit Klappfalte, wobei die parallele Faltung den Oberkopf nicht überragen soll.

Kleines Stehohr: Gleichmässig aufrecht getragen

Kupiertes Ohr: Hoch angesetzt, gleichmässig geschnitten, aufrecht getragen.

(Das Kupieren der Ohren wurde in vielen Europäischen Staaten durch die Legislative verboten).

Hals: Edel geschwungen, nicht zu kurz, ohne Absatz harmonisch in den Rumpf übergehend. Die Kehlhaut ist straff und liegt faltenlos an (trockener Hals).

Körper: Kräftig, quadratisch, kompakt.

Brust: Mässig breit, tief, bis zu den Ellenbogen reichend.

Rücken: Der Widerrist bildet die höchste Stelle des kräftigen Rückens. Dieser verläuft nach hinten schwach abfallend in annähernd gerader Linie und ist kurz und straff gespannt. Im Verhältnis von Länge zur Höhe soll das Gebäude möglichst quadratisch erscheinen.

Lende: Kurz, kräftig.

Kruppe: Kurz, leicht abgerundet, unmerklich mit dem Rutenansatz verlaufend.

Unterlinie: Unterbrust leicht ansteigend, in den mässig aufgezogenen Bauch übergehend.

Rute: Kupierte Rute: hoch angesetzt und leicht aufwärts getragen, auf 2 – 3 Glieder gekürzt. In Ländern, in denen die staatliche Legislative (Unterzeichner-Staaten der European Convention) ein Rutenkupierverbot erlassen hat, muss die Rute naturbelassen werden!

Gliedmassen: Vorderbrust: Schräg gestellte Schulterblätter, Oberarm gut gewinkelt und flach, kräftig bemuskelt.

Vorderläufe: Stämmig, gerade, parallel und gut unter den Körper gestellt.

Ellenbogen: Korrekt anliegend.

Hinterhand:Schräg gestellt, kräftig bemuskelt, Sprunggelenke sind ausgeprägt gewinkelt.

Pfoten: Kurz, rund, fest geschlossen, nach oben gewölbte Zehen (Katzenpfoten), mit dunklen Nägeln und harten Sohlen.

Gangwerk: Raumgreifender, gelöster und flüssiger Bewegungsablauf, mit kräftigem Schub aus der Hinterhand und freiem Vortritt. Von vorn und hinten gesehen mit geradliniger Gliedmassenführung.

Haar: Das rauhhaarige, glatte Haarkleid besteht aus drahtigem Grannenhaar, sowie dichter Unterwolle. Das harte Deckhaar darf keinesfalls zu kurz sein. Das Haar an Kopf, Ohren, Hals, Bauch, Innenseite der Hinterhand und am After sollte etwas gekürzt werden. Als typisches Kennzeichen bildet es am Fang den harschen Bart und die buschigen Brauen, die leicht die Augen überschatten.

<img class=“aligncenter size-full wp-image-793″ src=“https://www.hund.ch/wp-content/uploads/2017/07/zwerschnauzer1.jpg“ alt=“Zwergschnauzer Welpen “ width=“285″ height=“185″ />

Farbe:

Schwarz: Rein schwarz, mit schwarzer Unterwolle.

Pfeffer-salz: Zweifarbiges Grannenhaar (schwarz-weiss-schwarz) mit grauer Unterwolle. Gut pigmentiert, mittlere Tönung, zugelassen von dunklem Eisengrau bis Silbergrau. Alle Farbspiele müssen eine den Gesichtsausdruck unterstreichende Maske aufweisen. Weisse Abzeichen am Kopf, auf der Brust und an den Läufen sind unerwünscht.

Schwarz-silber: Schwarzes Deckhaar mit schwarzer Unterwolle. Silbergraue Abzeichen über den Augen, an der Kehle, an den Backen, am Mittelfuss der Vorderhand, an den Pfoten, an der Innenseite der Hinterhand und am After. Zwei gleichmässige, voneinander sauber abgegrenzte Dreiecke an der Brust.

Weiss: Rein weiss, mit weisser Unterwolle.

Fehler: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden. Dessen Bewertung muss im Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen und mit berücksichtigt, inwieweit Funktionales und Wesentliches beeinträchtigt ist. Zuchtausschliessende Fehler sind alle groben Abweichungen vom Standard.

Grösse: Die Widerristhöhe beträgt zwischen 30 und 35 cm.

Als Fehler gelten: Mangelnder Ausdruck des Geschlechts (z.B. rüdenhafte Hündin), plumper oder leichter, niedriger oder hochläufiger Bau, schwerer oder runder Oberkopf, Stirnfalten, tief angesetzte oder schlecht kupierte Ohren, helles und zu grosses oder rundes Auge, stark hervortretende Backenknochen und lose Kehlhaut, Hirschhals, Auf-, Vor- und Unterbeisser, Staupegebiss, kurzer, spitzer oder schmaler Fang, zu langer, aufgezogener oder weicher Rücken, Karpfenrücken, abfallende Kruppe, Hasenrute, nach aussen gedrehte Ellenbogen, nach innen gedrehte Hacken, steile oder fassbeinige Hinterhand, lange Pfoten, Passgang, zu kurzes, langes, weiches, gewelltes, zottiges, seidiges, weisses oder fleckiges Haar oder sonstige Farbbeimischungen. Aalstrich, schwarzer Sattel, Terrierausdruck. Rüden müssen zwei sichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum (Hodensack) befinden.

Herkunft

Der Verwandtschaftsgrad des Zwergschnauzer und einem Riesenschnauzer ist vermutlich nicht grösser als der zwischen einem Riesenschnauzer und einem Pudel. Die äussere Ähnlichkeit braucht nicht unbedingt auf einen Verwandtschaftsgrad zurückzuführen. Ursprünglich trennte man Affenpinscher und Zwergschnauzer nicht von einander. Jedenfalls wurden seit 1899 an Ausstellungen zwei Klassen eingeführt, die eine für den rauhhaarigen Zwergpinscher, die andere für den Affenpinscher, womit die Geschichte des Zwergschnauzers begann. Im Jahre 1906 sah man auf einer Ausstellung bereits 6 Exponate des Zwergschnauzers.


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