Englische Hunderassen
Englische und britische Hunderassen
Englische und britische Hunderassen sind ausserordentlich vielseitig. Vom kleinen Yorkshire Terrier über den beliebten Beagle bis zum imposanten Mastiff reicht die Auswahl von sehr kleinen Gesellschaftshunden bis zu grossen Arbeits- und Wachhunden. Auch bei den ursprünglichen Aufgaben gibt es grosse Unterschiede: Einige Rassen wurden für die Jagd gezüchtet, andere zum Hüten von Schafen oder zum Bewachen von Haus und Hof. Wieder andere sind heute vor allem beliebte Familien- und Begleithunde.
Auf unserer Übersicht finden Sie zahlreiche englische und weitere britische Hunderassen mit Bildern und Informationen zu ihren besonderen Eigenschaften. So lässt sich nicht nur das Aussehen der einzelnen Rassen vergleichen, sondern auch leichter herausfinden, welcher Hund zum eigenen Lebensstil passen könnte.
Welche englischen Hunderassen gibt es?
Zu den bekannten englischen Hunderassen gehören unter anderem der Beagle, der English Cocker Spaniel, der English Springer Spaniel, der English Setter, der Greyhound, der Mastiff, der Bull Terrier, der Yorkshire Terrier, der Cavalier King Charles Spaniel, der Jack Russell Terrier und der Labrador Retriever.
Allerdings wird der Begriff „englische Hunderassen“ im Alltag häufig weiter verwendet. Grossbritannien besteht aus England, Schottland und Wales, und viele Rassen werden deshalb allgemein als britische Hunderassen bezeichnet. Zu den schottischen Rassen gehören beispielsweise der Scottish Terrier und der Skye Terrier. Der Welsh Corgi und der Welsh Terrier stammen dagegen aus Wales.
Diese Unterscheidung ist wichtig, wenn die Herkunft einer Rasse besonders genau betrachtet werden soll.
Welche britischen Hunderassen sind klein?
Unter den britischen Rassen gibt es zahlreiche kleine Hunde. Besonders bekannt sind der Yorkshire Terrier, der English Toy Terrier, der Cavalier King Charles Spaniel, der Norfolk Terrier, der Norwich Terrier, der West Highland White Terrier und der Scottish Terrier.
Kleine Hunde sind allerdings nicht automatisch unkomplizierte Hunde. Gerade Terrier wurden häufig als Arbeitshunde gezüchtet und können ausgesprochen temperamentvoll, mutig und eigenständig sein. Ein kleiner Jack Russell Terrier kann beispielsweise deutlich mehr Beschäftigung benötigen als ein wesentlich grösserer, ruhigerer Hund.
Auch beim Cavalier King Charles Spaniel sollte die geringe Körpergrösse nicht mit einem geringen Bewegungsbedarf gleichgesetzt werden. Kleine Hunde benötigen ebenso Spaziergänge, Erziehung, soziale Kontakte und geistige Beschäftigung.
Welche englischen Hunderassen sind mittelgross?
Zu den mittelgrossen britischen Hunderassen gehören unter anderem der Beagle, der Border Terrier, der English Cocker Spaniel, der Field Spaniel, der Fox Terrier, der Parson Russell Terrier, der Staffordshire Bull Terrier und der Welsh Springer Spaniel.
Viele dieser Hunde sind ausgesprochen aktiv. Besonders Jagd- und Terrierrassen bringen häufig viel Energie und einen ausgeprägten Arbeitswillen mit. Wer sich für einen solchen Hund entscheidet, sollte deshalb nicht nur nach der Körpergrösse gehen, sondern auch nach seinem Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf.
Welche englischen Hunderassen sind gross?
Zu den grossen britischen Hunderassen gehören beispielsweise der Mastiff, der Bullmastiff, der Greyhound, der Airedale Terrier und verschiedene Retriever.
Der Mastiff gehört zu den besonders grossen und schweren Hunderassen. Sein imposantes Erscheinungsbild unterscheidet ihn deutlich von den kleinen Terriern oder Gesellschaftshunden.
Der Greyhound ist dagegen ein gutes Beispiel dafür, dass Körpergrösse und Bewegungsbedarf nicht immer direkt zusammenhängen. Der Windhund wurde für schnelle Läufe gezüchtet und besitzt einen athletischen Körperbau.
Welche englischen Hunderassen eignen sich als Familienhunde?
Einige britische Rassen sind sehr beliebte Familienhunde. Dazu zählen beispielsweise Labrador Retriever, Golden Retriever, Cavalier King Charles Spaniel und Beagle.
Dabei sollte jedoch immer die konkrete Rasse betrachtet werden. Ein Labrador Retriever braucht beispielsweise ausreichend Bewegung und Beschäftigung, während ein kleiner Hund nicht automatisch weniger Aufmerksamkeit benötigt.
Auch das Alter der Kinder spielt eine Rolle. Sehr kleine Kinder sollten niemals unbeaufsichtigt mit einem Hund gelassen werden – unabhängig davon, welcher Rasse er angehört.
Welche britischen Hunderassen eignen sich für Anfänger?
Für Anfänger können grundsätzlich verschiedene britische Rassen infrage kommen. Entscheidend ist nicht allein die Rasse, sondern auch die Erfahrung des Halters, die Zeit für Erziehung und Beschäftigung sowie die Erwartungen an das Zusammenleben.
Ein Labrador Retriever oder Golden Retriever kann für viele Menschen interessant sein, weil diese Hunde häufig eng mit ihren Menschen zusammenarbeiten möchten. Andere Rassen, insbesondere manche Terrier, können aufgrund ihrer Eigenständigkeit und ihres ausgeprägten Jagd- oder Beutetriebs anspruchsvoller sein.
Deshalb sollte vor dem Kauf nicht nur gefragt werden: „Welche Rasse gefällt mir optisch?“, sondern auch: „Kann ich dieser Rasse dauerhaft gerecht werden?“
Welche englischen Hunderassen sind Jagdhunde?
Die britische Hundezucht hat eine besonders grosse Zahl an Jagdhunderassen hervorgebracht. Dazu gehören beispielsweise Beagle, English Foxhound, English Pointer, English Setter, English Springer Spaniel, English Cocker Spaniel, Labrador Retriever und Golden Retriever.
Die ursprünglichen Aufgaben waren allerdings sehr unterschiedlich. Laufhunde wie der Beagle wurden für die Spur- und Jagdarbeit eingesetzt. Vorstehhunde wie Pointer und Setter wurden darauf spezialisiert, Wild anzuzeigen. Spaniels wiederum wurden häufig zum Aufstöbern von Wild eingesetzt.
Retriever wurden darauf gezüchtet, erlegtes Wild zuverlässig zu apportieren.
Diese ursprünglichen Aufgaben können auch heute noch das Verhalten beeinflussen. Ein Hund mit starkem Jagdtrieb kann beispielsweise beim Spaziergang Wildspuren besonders interessant finden und benötigt deshalb eine konsequente Erziehung.
Welche britischen Hunde sind Hütehunde?
Grossbritannien ist auch für hervorragende Hütehunde bekannt. Besonders bekannt sind der Border Collie, der Shetland Sheepdog und der Old English Sheepdog beziehungsweise Bobtail.
Der Border Collie gilt als aussergewöhnlich lernfähig und arbeitsfreudig. Gerade deshalb sollte man seine Intelligenz nicht unterschätzen. Ein solcher Hund braucht nicht nur körperliche Bewegung, sondern auch geistige Aufgaben.
Wer einen Hütehund ausschliesslich wegen seines Aussehens auswählt und ihm nicht ausreichend Beschäftigung bietet, kann schnell mit unerwünschtem Verhalten konfrontiert werden.
Welche englischen Hunderassen brauchen besonders viel Bewegung?
Besonders aktive Rassen sind unter anderem Border Collie, Jack Russell Terrier, Parson Russell Terrier, Beagle, English Springer Spaniel und verschiedene Jagdhunde.
Dabei bedeutet „viel Bewegung“ nicht automatisch, dass mehrere Stunden ununterbrochenes Laufen notwendig sind. Viele Hunde profitieren von einer Kombination aus Spaziergängen, Training, Suchspielen, Apportieraufgaben und anderen geistigen Aktivitäten.
Gerade intelligente Arbeitsrassen können unausgelastet sein, obwohl sie körperlich ausreichend bewegt wurden.
Welche britischen Hunderassen eignen sich für eine Wohnung?
Auch einige kleinere britische Hunde können in einer Wohnung gehalten werden. Entscheidend ist jedoch weniger die Wohnungsgrösse als der gesamte Alltag.
Ein kleiner Terrier kann beispielsweise deutlich anspruchsvoller sein als ein grösserer, ruhiger Hund. Ein Hund, der draussen ausreichend Bewegung und Beschäftigung bekommt und zu Hause entspannen kann, kann unter Umständen auch in einer Wohnung gut zurechtkommen.
Vor der Anschaffung sollte deshalb geprüft werden, wie viel Zeit täglich für Spaziergänge, Training und Beschäftigung zur Verfügung steht.
Welche englischen Hunderassen haben langes Fell?
Zu den britischen Hunderassen mit längerem oder reichhaltigem Fell gehören beispielsweise Bearded Collie, Bobtail, Langhaarcollie, Yorkshire Terrier und verschiedene Spaniels.
Langhaarige Hunde benötigen in der Regel mehr Fellpflege. Regelmässiges Bürsten kann notwendig sein, um Verfilzungen zu verhindern. Bei manchen Rassen kommen zusätzlich Besuche beim Hundefriseur hinzu.
Wer möglichst wenig Zeit für Fellpflege aufbringen möchte, sollte deshalb gezielt nach kurzhaarigen oder pflegeleichteren Rassen suchen.
Welche britischen Hunderassen haben kurzes Fell?
Kurzhaarige britische Rassen sind beispielsweise Beagle, English Pointer, Greyhound, Labrador Retriever und verschiedene Bulldog- und Terrier-Rassen.
Kurzhaar bedeutet allerdings nicht automatisch, dass ein Hund wenig haart. Auch kurzhaarige Hunde können während des Fellwechsels beträchtlich Haare verlieren.
Haben englische Hunderassen einen starken Jagdtrieb?
Bei vielen britischen Jagdhunderassen ist der Jagdtrieb mehr oder weniger stark ausgeprägt. Dazu gehören unter anderem Beagle, Foxhound, Pointer, Setter und verschiedene Terrier.
Das kann im Alltag eine wichtige Rolle spielen. Ein Hund mit starkem Jagdtrieb sollte nicht einfach ohne Training frei laufen dürfen. Rückruftraining und eine gute Kontrolle des Hundes sind besonders wichtig.
Sind englische Hunderassen gute Wachhunde?
Einige britische Rassen wurden als Wach- oder Schutzhunde eingesetzt. Dazu gehören beispielsweise Mastiff und Bullmastiff.
Andere Rassen sind dagegen primär Jagd-, Hüte- oder Gesellschaftshunde. Ein Beagle beispielsweise wurde nicht dafür gezüchtet, Haus und Grundstück wie ein klassischer Wachhund zu bewachen.
Wer gezielt einen Wachhund sucht, sollte deshalb die ursprüngliche Aufgabe und das Temperament der jeweiligen Rasse berücksichtigen.
Gibt es englische Hunderassen mit besonderen rechtlichen Auflagen?
Bei bestimmten Hunderassen können in Deutschland, der Schweiz und anderen Ländern besondere gesetzliche Regelungen gelten. Diese Vorschriften unterscheiden sich jedoch je nach Land und teilweise auch regional.
Deshalb sollte man sich vor der Anschaffung immer bei den zuständigen Behörden über die aktuell geltenden Bestimmungen informieren. Eine pauschale Einteilung bestimmter britischer Rassen als „Listenhunde“ für ganz Deutschland oder die gesamte Schweiz wäre nicht korrekt.
Welche englische Hunderasse passt zu mir?
Die richtige Rasse sollte nicht allein nach Aussehen oder Grösse ausgewählt werden. Viel wichtiger sind Alltag, Zeit, Wohnsituation, Erfahrung und persönliche Erwartungen.
Wer einen aktiven Partner für Sport und Training sucht, kann sich beispielsweise bei den Hüte- und Jagdhunden umsehen. Familien, die einen menschenbezogenen Begleiter suchen, interessieren sich möglicherweise eher für Retriever oder bestimmte Spaniels.
Wer einen kleinen Hund sucht, sollte dagegen nicht automatisch davon ausgehen, dass dieser wenig Bewegung oder Erziehung benötigt. Gerade Terrier können sehr temperamentvoll sein.
Fazit
Englische und britische Hunderassen sind aussergewöhnlich vielseitig. Die Auswahl reicht vom winzigen Yorkshire Terrier über sportliche Terrier, Jagdhunde und Hütehunde bis hin zu sehr grossen Rassen wie dem Mastiff.
Zu den bekanntesten Vertretern gehören Beagle, Border Collie, Labrador Retriever, Golden Retriever, English Cocker Spaniel, Greyhound, Yorkshire Terrier und Cavalier King Charles Spaniel.
Bei der Auswahl sollte jedoch nicht allein die Grösse oder das Aussehen entscheidend sein. Bewegungsbedarf, Jagdtrieb, Arbeitswillen, Fellpflege, Erziehbarkeit und Temperament sind mindestens genauso wichtig.
Wer sich vor der Anschaffung genau über die Eigenschaften einer Rasse informiert, hat wesentlich bessere Chancen, einen Hund zu finden, der dauerhaft zum eigenen Lebensstil passt.
Häufige Fragen zu englischen und britischen Hunderassen
Welche englischen Hunderassen sind besonders bekannt?
Zu den bekanntesten gehören Beagle, Labrador Retriever, Golden Retriever, Border Collie, Yorkshire Terrier, English Cocker Spaniel und Greyhound.
Welche englischen Hunderassen sind klein?
Zu den kleinen britischen Rassen gehören unter anderem Yorkshire Terrier, English Toy Terrier, Cavalier King Charles Spaniel, Norfolk Terrier, Norwich Terrier und West Highland White Terrier.
Welche englischen Hunderassen sind besonders aktiv?
Border Collie, Jack Russell Terrier, Parson Russell Terrier, Beagle und English Springer Spaniel gehören zu den aktiveren Rassen.
Welche britischen Hunde eignen sich für Familien?
Unter anderem Labrador Retriever, Golden Retriever, Beagle und Cavalier King Charles Spaniel können interessante Familienhunde sein. Die Eignung hängt aber immer vom individuellen Hund und vom Lebensumfeld ab.
Welche englischen Hunde haben einen starken Jagdtrieb?
Besonders bei Beagle, Foxhound, Pointer, Setter und verschiedenen Terriern kann der Jagdtrieb deutlich ausgeprägt sein.
Sind kleine englische Hunde einfacher zu halten?
Nicht unbedingt. Gerade Terrier können trotz ihrer geringen Körpergrösse sehr aktiv, eigenständig und anspruchsvoll sein.
Welche englischen Hunderassen eignen sich für Anfänger?
Das hängt stark von der jeweiligen Rasse und vom Halter ab. Einige Retriever oder menschenbezogene Begleithunde können für Anfänger interessant sein, während sehr arbeitsfreudige oder eigenständige Rassen mehr Erfahrung erfordern können.
Was ist der Unterschied zwischen englischen und britischen Hunderassen?
Englische Rassen stammen im engeren Sinn aus England. Der Begriff britische Hunderassen umfasst zusätzlich Rassen aus Schottland und Wales.














