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Der gesunde Dobermann – vom Aussterben bedroht

Der gesunde Dobermann – vom Aussterben bedroht

Foto: OlgaOvcharenko – Shutterstock
Warum gelten gerade Dobermänner als derart gefährdet, wenn es um ihre Gesundheit geht? Rassestandards, Zuchtziele sowie die allgemeinen Probleme großer Hundearten scheinen hier vermehrt zusammen zu kommen. Dabei ist der Dobermann eine überaus bemerkenswerte Hunderasse, die ihren Dienst für die Menschen Jahrzehnte lang treu geleistet hat, sogar in den beiden Weltkriegen – und nun soll die Zucht auf Kosten der Gesundheit weiter ins Maßlose getrieben werden? Der Dobermann verdient eine bessere Zukunft, in der er noch so manches, gesundes Lebensalter erreichen dürfen sollte.

Der Dobermann – ein Wach, Haus- und Hofhund

Wer einem fremden Dobermann das erste Mal begegnet, könnte schnell eingeschüchtert sein: Von seiner wachsamen Art, der kraftvollen, vorwärts geneigten Körperhaltung mit großem Brustkorb, jeden Muskel gespannt und bereit zum Angriff. Und doch werden Dobermänner oftmals verkannt. Im Grunde sind sie freundliche, äußerst anhängliche Wesen. Wie eben jeder Hund eigentlich.

Allerdings bringen auch Sie ein hohes Maß an Intelligenz mit, Temperament sowie die optimalen Voraussetzungen zum „Scharf“ sein. Gefordert werden diese Kriterien vom Dobermann weitaus mehr als seine familienfreundliche Art. Und so wurde aus seiner Expertise sein Verhängnis.

Mit der Verwendung als Wach- und Schutzhund rückten immer mehr Unerschrockenheit, Selbstsicherheit sowie Führigkeit in den Fokus. Aus diesen Fähigkeiten begründete sich der Ursprung der Rasse „Dobermann“ und nicht zuletzt seine Daseinsberechtigung.

Zuchtlinien von Apolda bis heute

Wer sich fragt, was so alles in einem Dobermann drin steckt, wird gleich staunen. Als Herkunft der Rasse gilt Apolda mitte des 18. Jahrhunderts, wo Friedrich Louis Dobermann einst aus seiner besonders angstfreien, mutigen Hündin „Schnuppe“ diverse Zuchtlinien ansetzte. Sie selbst war weder ein reiner Schäferhund noch ausschließlich Pinscher, sondern eher eine Mischung aus dem Hundestamm rund um Apolda. Anfangs wurden Fleischhunde eingekreuzt, die in etwa dem heutigen Rottweiler ähnelten. Neben Schäferhunden und Pinschern kreuzten auch Jagdhunderassen die Linie. Sogar Greyhounds wurden verwendet, um der schlanken Figur willen.

Es entstand die als „mannsfester Hof- und Haushund“ bekannte Rasse, benannt nach ihrem Gründer Dobermann. Wegen ihrer Verwendung als Polizeihunde erhielt sie den Beinahmen „Gendarmenhund“. Des weiteren wurden Dobermänner zur Jagd auf Raubwild eingesetzt, in beiden Weltkriegen als Melde-, Minensuch – und Sanitätshunde sowie als Diensthunde in Konzentrationslagern.

Diese speziellen Einsatzgebiete legten dem Dobermann einen markanten Ruf auf. Er sei kampfgierig, scharf, aggressiv, weiche nie zurück. Genau so sollte er auch gesehen werden. Wer hätte schon Angst vor einem knuffigen Schoßhund? Damit wäre jede Wirkung verfehlt – der Dobermann aber entspricht genau den allgemeinen Vorstellungen einer „Bestie“.

Und so wurden die Zuchtlinien immer wieder dahingehend optimiert, die unerschrockene, angriffsbereite Eigenart des Dobermanns in den Fokus zu stellen. Das Kupieren von Ohren und Rute war ebenfalls lange Zeit Gang und Gebe bei den Züchtern. Dadurch wirkten die Hunde noch gedrungener, noch gefährlicher.

Rassestandards für Dobermänner

Die FCI legt für den Rassestandard des Dobermanns unter anderem fest, dass ein mittleres Temperament sowie eine mittlere Schärfe und Reizschwelle zu fordern sind. Außerdem sei auf Leistungsfähigkeit, Mut und Härte zu achten sowie auf Selbstsicherheit und Unerschrockenheit besonderer Wert zu legen.

Bei einer Schulterhöhe von rund 70 cm, dazu gut und gerne bis zu 40 oder gar 45 kg Gewicht, ist der Körperbau betont elegant und muskulös. In den Fellfarben schwarz und braun wirken die Hunde sogar noch beeindruckender als beispielsweise als rein brauner Schlag. Andere Farben, wie etwa isabell und weiß sind hierzulande von der Zucht ausgeschlossen.

Auch das Kupieren der Ohren sowie der Rute ist in Deutschland bereits seit den 90er Jahren verboten. Internationale Züchter brachten aber immer wieder entsprechend zurecht gestutzte Welpen ein. Bis schließlich 2010 eine neue FCI-Vorgabe eingeführt wurde, welche jedoch erst 2015 dem Dobermann einen neuen Rassestandard gewährte: Mit naturbelassenen Ohren und Ruten. Aus Stummelschwanz und spitz aufgestellten Ohren wurde eine überraschend natürlich nach Jagdhund aussehende Rasse.

Listenhund: Nichts für Anfänger

Jedes Bundesland, und zum Teil auch explizit die Kommunen, führen Listen, in denen ausgewählte Hunderassen als gefährlich eingestuft werden und deren Haltung mit gesonderten Auflagen verbunden ist. Beispielsweise fallen höhere Hundesteuerabgaben an oder es wird ein Negativzeugnis verlangt, bevor der Hund zugelassen wird.

Der Dobermann gehört in Brandenburg zu diesen sogenannten Listenhunden. In der Schweiz steht er bei neun von dreizehn Kantonen auf der Liste. Im Kanton Wallis gilt sogar striktes Verbot für Haltung, Zucht und Einfuhr von Dobermännern.

Durch die Listung sollen vor allem auch neue Anschaffungen verhindert oder wenigstens erschwert werden. Ein Anfänger in der Hundehaltung sollte es sich also zweimal überlegen, bevor er sich für einen Dobermann entscheidet. Nicht nur wegen der Einstufung als vermeintlicher Kampfhund, sondern vor allem wegen der allseits bekannten Gesundheitsprobleme, die dieser Rasse immer mehr zu setzen.

Gesundheit und Nicht-Gesundheit beim Dobermann

So manche Hundekrankheit lässt sich tatsächlich überwiegend bestimmten Rassen zu ordnen. Obgleich sie im Prinzip jeden Hund betreffen können, scheinen einige anfälliger zu sein als andere. Viele Hundekenner denken zum Beispiel beim Schäferhund an HD (Hüftdysplasie) und beim Dobermann eben gleich an DKM (dilatative Kardiomypathie). Wobei beide Krankheiten sowohl beim Dobermann als auch beim Schäferhund auftreten können.

Zudem kommt es immer wieder zu Vorfällen mit der sogenannten Dancing Dobermann Disease, die nicht grundlos direkt nach der Rasse benannt wurde. Obendrein sammeln die Dobermänner noch eine Reihe weiterer, schwerwiegender Hundekrankheiten, die ihre Lebenswertung erheblich verkürzen und nicht zuletzt die Lebensqualität maßgeblich einschränken können.

Dilatative Kardiomypathie

DKM oder auch DCM (dilated cardiomyopathy) beschreibt eine Schädigung des Herzmuskels. Die Krankheit ist überwiegend (aber nicht ausschließlich) erblich bedingt und verläuft häufig tödlich. Während verschiedener Stadien nimmt die Wanddicke und die Kontraktionskraft des Herzens ab, gleichzeitig wird es größer. Daraus resultiert eine verminderte Leistungsfähigkeit des Herzmuskels – was bei Fortschreiten der Krankheit unweigerlich zum Herz-Stillstand führt.

DKM kann medikamentös behandelt werden, wird jedoch selten rechtzeitig erkannt. Die ersten Symptome sind sehr unauffällig, nur im Langzeit-EKG oder durch Herzultraschall erkennbar. Die Herzvergrößerung kann röntgenologisch klassifiziert werden. Im späteren Verlauf treten zudem Lungenödeme, Flüssigkeitsansammlungen in der Bauchhöhle und kurzzeitige Bewusstlosigkeit auf. Außer Hunden, können Katzen und Rinder ebenfalls betroffen sein.

Bei den Hunderassen gilt der Dobermann als besonders gefährdet. Mit 58,2 % Prävalenz in allen Altersgruppen und beiden Geschlechtern ist die Erkrankung des Herzens mehr als nur wahrscheinlich. Aber auch der Irische Wolfshund, die Deutsche Dogge, Neufundländer, Boxer und Irish Setter leiden unter anderem vermehrt an dieser Herzkrankheit. Beim regelmäßigen Gesundheitscheck für Hunde sollte daher gezielt bei diesen Rassen auf Anzeichen der DKM geprüft werden.

Kongenitales Vestibularsyndrom

Das Gleichgewichtsorgan im Innenohr kann durch das kongenitale Vestibularsyndrom eine Fehlbildung erleiden. Die Erkrankung wird vererbt und kann sich bereits in den ersten Lebensmonaten zeigen. Kopfschiefhaltung, Koordinationsstörungen, Taubheit bis hin zum Gleichgewichtsverlust sind möglich. Auch hier haben Dobermänner wieder ein höheres Risiko zu erkranken als die meisten Hunderassen.

Neben Akuta-Inu, Cocker Spaniel, Tibet-Terriern sowie einigen Katzenrassen gilt der Dobermann als deutlich anfällig für das kongenitale Vestibularsyndrom. Die Fehlbildung selbst ist nicht heilbar, wird jedoch im Laufe der weiteren Lebensmonate durch andere Sinne ausgeglichen. Die Tiere leiden keine Schmerzen und lernen sich vermehrt auf ihren Geruchssinn zu verlassen sowie Bewegungen zu beobachten. Allerdings sollten betroffene Vierbeiner nicht zur Zucht eingesetzt werden.

Wobbler-Syndrom

Laut diversen Studien haben Dobermann und Deutsche Dogge eine deutliche Rassedisposition für das Wobbler-Syndrom. Erstmals beschrieben wurde es jedoch bei einem Basset Hound. Grundlegend scheint sich die Wissenschaft einig, dass insbesondere Pferde und große Hunderassen, davon hauptsächlichen die Rüden, ein hohes Risiko für diesen Symptomkomplex haben.

Das Wobbler-Syndrom ist im Grunde genommen keine eigene Krankheit, sondern resultiert aus genetischen Fehlbildung, kann Folge eines Bandscheibenvorfalls sein oder Ähnlichem. In jedem Fall kommt es zu einer Schädigung des Rückenmarks im Bereich der Halswirbelsäule. Äußerlich erkennbar sind Symptome wie das typische abstrakte „Wackeln“, sprich die Bewegungsabläufe sind nicht mehr ganz rund. Je nach Ursache werden gute bis schlechte Heilungen prognostiziert.

HD beim Dobermann

Die Hüftdysplasie ist eine Fehlbildung des Hüftgelenkes, wobei der Kopf des Oberschenkelknochen nicht exakt in die Hüftgelenkspfanne passt. Die Folgen sind zum Teil starke Schmerzen, Beeinträchtigung des Bewegungsapparates sowie Folgeerkrankungen, insbesondere Arthrose. HD bei Hunden ist genetisch bedingt und nicht heilbar. Angemessene Therapien können die Lebensqualität zwar erhalten, womöglich sogar etwas verbessern, den Krankheitsverlauf jedoch nicht aufhalten.

HD tritt bereits im Welpenalter auf und erreicht verschiedene Schweregrade, die unter anderem relevant zur Zuchtzulassung sind. Eigentlich müsste jeder HD-Vorfall von der Zucht ausgeschlossen sein, die Häufigkeit der Erkrankung ist jedoch so enorm, dass die profitorientierten Ziele überwiegen.

Wie auch beim Schäferhund wird der Dobermann auf eine vorwärts gerichtete Körperhaltung hin gezüchtet. Das heißt, das Becken ist niedriger als im Vergleich zur Schulterpartie, womit der Rücken nicht gerade verläuft, sondern absinkt. Die Haltung scheint HD zu begünstigen, wird jedoch von vielen Züchtern immer noch bevorzugt, weil sie das Gesamterscheinungsbild eleganter und kraftvoller darstellt.

Von-Willebrand-Krankheit

Die von-Willebrand-Krankheit ist eine erblich bedingte Blutgerinnungsstörung. Sie tritt bei Hunden, Katzen, Kaninchen sowie Schweinen auf. Und auch hier ist der Dobermann kein unbeschriebenes Blatt. Mit bis zu 70 % Prävalenz gehört er zu den am häufigsten betroffenen Hunderassen.

Zahnfleischbluten, Nasenbluten und Hämaturie (Blut im Urin) zählen zu den noch relativ harmlosen Symptomen. Mitunter treten erste Anzeichen auch erst bei chirugischen Eingriffen auf, oder wenn der Tierarzt eine Injektion setzt, woraufhin die Einstichstelle zu lange blutet. Beim Typ 3, dem schlimmsten Schweregrad der von-Willebrand-Krankheit, kann es sogar zu extremen inneren Blutungen kommen bis hin zur Verblutung. Betroffene Tiere haben meistens keine sonderlich hohe Lebenserwartung.

Die Blutungen können zwar behandelt und bei Vorkenntnis durch präventive Gaben vermindert werden – doch die Krankheit selbst ist nicht heilbar.

Dancing Dobermann Disease

Der Begriff Tanzende Dobermann-Krankheit mag kursios anmuten, doch die Folgen dieser Hundekrankheit sind äußerst ernst. Ausgehend von einer neurologischen Erkrankung kommt es zum Ausfall der Sprunggelenkmuskulatur bis hin zur vollständigen Lähmung beider Beine.

Benannt wurde die Krankheit explizit nach Dobermännern, weil ausschließlich diese sowie andere Pinscher betroffen sind. Bei ausgewachsenen noch jungen Tieren tritt der Defekt am häufigsten auf. Die Beugung des Sprunggelenks wird zudem in der Regel beidseitig beobachtet. Es folgen degenerative Bewegungsstörungen und zunehmende Schwäche der Hinterhand. Dadurch taumelt beziehungsweise „tanzt“ der Hund.

Die Lebensqualität lässt sich durch gute Therapie und wegen des langsamen Fortschreitens der Krankheit teilweise aufrecht erhalten. Eine Heilung ist jedoch nicht möglich.

Mögliche Ansätze, um den gesunden Dobermann vor dem Aussterben zu retten

Auffällig ist, dass viele der Erkrankungen, die den Dobermann betreffen, erblich bedingt sind und nicht heilbar. Seine durchschnittliche Lebenserwartung wird offiziell auf 10 bis 13 Jahre geschätzt, womit er immerhin älter werden kann als beispielsweise Deutsche Doggen, Rottweiler oder Berner Sennenhunde.

Die moderne Tiermedizin macht es möglich – effektive Therapien, Medikamente und Operationen sind heutzutage weitaus fortgeschrittener als zum Beispiel zu Friedrich Louis Dobermanns Zeiten. Und doch stellt sich die Frage: Muss es erst soweit kommen, dass eine Behandlung nötig ist?

Gleichzeitig wird das „Aussterben“ des Dobermanns durch seinen Ruf prophezeit. Als Familienhund sei er fragwürdig, als Schutzhund ist er starker Konkurrenz ausgesetzt, durch das Verbot der kupierten Ohren bringt er nicht mehr sein typischen Aussehen – und sein Markenzeichen – mit. Was bleibt ihm dann noch?

Neuorientierung der Einsatzgebiete

Eigentlich sollte es nicht überraschen, wie überaus gut sich der Dobermann in sozialen Bereichen bewährt. Wird sein anhängliches, treues Wesen gefördert, baut er eine intensive Bindung zu Menschen auf.

Als Therapiehund begleitet er behinderte oder traumatisierte Menschen, als Blindenführhund steht er jenen mit Sehschwäche bei und auch als Familienhund beweist der Dobermann ganz souverän Talent. Seine Intelligenz und die ihm nachgesagte Unerschrockenheit sind gerade in solchen Belangen sehr gefragt.

Nicht nur, dass er keine Auseinandersetzungen scheut, er begegnet auch Stress-Situationen, plötzlichen Anfällen und ungewohnten Herausforderungen absolut selbstsicher. Damit ist er für viele Einsatzmöglichkeiten die ideale Wahl. Er muss jedoch entsprechend ausgebildet werden und benötigt eine autoritäre Führung, die ihm das nötige Vertrauen vermittelt.

Als Wachhund wurde er dagegen vielerorts durch diverse Schäferhunde und Malinois abgelöst. Ein Grund dafür könnte die Problematik mit den Ohren sein. Spitze Ohren wirken wohl immer etwas wachsamen als Schlappohren. Durch Kupieren erreichten Züchter die spitz aufgestellten Ohren. Seit dem Verbot sieht der Dobermann weitaus freundlicher aus. Was er ja auch eigentlich ist. Das macht ihn jedoch für dein Einsatz bei Polizei und Wachdiensten nicht mehr zur ersten Wahl.

Dafür haben immer mehr Sportler Interesse am Dobermann. Für Hundesportarten wie Agility und Obedience scheint er wie geschaffen zu sein. Er ist schnell, wendig und äußerst gelehrig. Zudem orientiert er sich sehr stark an seinem Hundehalter und punktet durch herausragende Führigkeit.

Weiterhin werden Vertreter der Rasse zunehmend als Rettungshunde eingesetzt. Auch hier hilft ihnen ihr furchtloser Charakter Krisensituationen zu meistern. Ihre Körperkraft und Ausdauer eignen sich optimal für Bergungen, als Fährtenhunde suchen sie vermisste oder verschüttete Personen und auch im Bereich Wasserrettung zeichnet den Dobermann viel Mut aus.

Derartige Aufgaben sollten für den Dobermann noch besser zugänglich sein. Nicht jeder ist schon von der Vielseitigkeit der Rasse überzeugt, sondern hat noch den Ruf als Schutzhund im Hinterkopf. Was der Dobermann also braucht, ist ein neues Image.

Durch Verschiebung dieser Einsatzmöglichkeiten, müssen somit auch die Dobermann-Züchter neue Wege in Betracht ziehen.

Zuchtkriterien anpassen, zum Wohle des gesunden Dobermanns

Einerseits führen nun also die Anfälligkeiten für Krankheiten zur Gefährung des gesunden Dobermanns, andererseits die Ansprüche an Schärfe, Unerschrockenheit und Leistungsfähigkeit, die zu Lasten der Gesundheit bei der Züchtung bislang priorisiert wurden.

Durch neu orientierte Zuchtrichtlinien könnten jedoch viele der rassespezifischen Probleme zumindest reduziert, wenn nicht gar langfristig ihnen vorgebeugt werden:
Tiere mit erblich bedingten Krankheiten müssten noch strenger von der Zucht ausgeschlossen werden, vor allem bei HD, DKM und der von-Willebrand-Krankheit
langfristige Leistungsbereitschaft sollte im Vordergrund stehen, statt temporärer Leistungsspitzen Hellere Fellfarben könnten dem Dobermann womöglich zu mehr Beliebtheit verhelfen, insbesondere die Brauntöne scheinen häufiger Zuspruch zu finden

Wer sich zudem einen Dobermann anschaffen möchte, kann sich gezielt nach Mischlingen umschauen oder Züchter wählen, die sich bewusst für die Gesundheit als Zuchtziel aussprechen. Nur so kann diese wunderbare Rasse eine gute Zukunft haben.


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